18.03.2026 | 2 Bilder

Cyberrichtlinie NIS-2 verfehlt Wirkung: Neun von zehn betroffenen Unternehmen in NRW nicht vollständig vorbereitet

Cybersicherheit-in-NRW-2026_Titel © G DATA CyberDefense AG

Trotz wachsender Cyberbedrohungen und hoher Eigenverantwortung bleibt die Umsetzung der EU-Sicherheitsrichtlinie NIS-2, die seit Dezember 2025 in Kraft getreten ist, weit hinter den Anforderungen zurück. Nur jedes zehnte Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, das unter die NIS-2-Richtlinie fällt, hat die gesetzlichen Vorgaben vollständig umgesetzt. Rund 30 Prozent haben bislang keinerlei Maßnahmen ergriffen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von DIGITAL.SICHER.NRW auf Basis einer repräsentativen Studie von G DATA CyberDefense hervor.

Zu dieser Medienmitteilung gibt es:
Trotz wachsender Cyberbedrohungen und hoher Eigenverantwortung bleibt die Umsetzung der EU-Sicherheitsrichtlinie NIS-2, die seit Dezember 2025 in Kraft getreten ist, weit hinter den Anforderungen zurück. Nur jedes zehnte Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, das unter die NIS-2-Richtlinie fällt, hat die gesetzlichen Vorgaben vollständig umgesetzt. Rund 30 Prozent haben bislang keinerlei Maßnahmen ergriffen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von DIGITAL.SICHER.NRW auf Basis einer repräsentativen Studie von G DATA CyberDefense hervor.

Pressetext Pressetext als .txt

Große Umsetzungslücke trotz gesetzlicher Vorgaben
Die Ergebnisse offenbaren einen deutlichen Widerspruch: Während sich Angestellte heute kompetenter denn je fühlen und die Mehrheit eine persönliche Verantwortung für IT-Sicherheit im eigenen Unternehmen sieht, bleibt die strukturelle und regulatorische Absicherung vielfach unzureichend.

KI verschärft die Bedrohungslage
Gleichzeitig nimmt die Bedrohungslage weiter zu. Zwei Drittel der Unternehmen in NRW erwarten, dass z.B. Gefahren im digitalen Raum wie Cyberangriffe durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz künftig zunehmen. Dennoch schätzt rund die Hälfte der Betriebe das eigene Risiko, von Cyberkriminalität betroffen zu sein, als gering oder sehr gering ein – ein Wert, der in den vergangenen Jahren sogar gestiegen ist.

„Viele Beschäftigte fühlen sich heute sicherer und kompetenter im Umgang mit IT-Sicherheit. Das ist grundsätzlich positiv. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass dieses Sicherheitsgefühl nicht automatisch in ausreichende Schutzmaßnahmen mündet. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen gilt: Digitale Selbstverteidigung muss weder kompliziert noch teuer sein – wichtig ist, überhaupt anzufangen“, so Sebastian Barchnicki, Sprecher der Geschäftsführung bei DIGITAL.SICHER.NRW.

Schnelle Reaktion, aber hohe Schäden bei Cyberangriffen
Positiv fällt auf: Kommt es zu einem Sicherheitsvorfall, reagieren Unternehmen in NRW schnell. Im Bundesvergleich gelingt ihnen die Eindämmung von Cyberangriffen am zügigsten – meist innerhalb einer Woche. Die Folgen bleiben dennoch gravierend: Fast drei Viertel der Befragten berichten von spürbaren Auswirkungen wie Betriebsausfällen, Datenverlusten oder finanziellen Schäden.

Kleine und mittlere Unternehmen besonders gefordert
Besonders kleine und mittlere Unternehmen sehen Nachholbedarf. Sie bewerten den Reifegrad ihrer IT-Sicherheit niedriger als Großunternehmen und schätzen ihre Sicherheitskultur schwächer ein. Zudem stuft knapp die Hälfte aller Unternehmen den Fachkräftemangel im Bereich IT-Sicherheit als hoch oder sehr hoch ein.

„Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst auch die Verantwortung der Unternehmen, ihre IT zuverlässig zu schützen,“ sagt Andreas Lüning, Vorstand und Mitgründer der G DATA CyberDefense AG. „IT-Sicherheit ist heute aber nicht nur mehr rein technisches Thema. Sie wird dann wirksam, wenn Technologie, klare Verantwortlichkeiten und ein starkes Sicherheitsbewusstsein im gesamten Unternehmen zusammenkommen."
Weitere Studienergebnisse sowie Angaben zur Methodik sind hier verfügbar.


Über das Kompetenzzentrum
DIGITAL.SICHER.NRW ist das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in der Wirtschaft in NRW. Beauftragt vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW bietet es kostenfreie Beratungen, Webinare und Informationen zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen vor Cyberangriffen an. Mehr Informationen finden Sie unter: www.digital-sicher.nrw

G DATA CyberDefense

Die G DATA CyberDefense AG ist ein führendes deutsches Unternehmen im Bereich IT-Sicherheit. Mit einem klaren Fokus auf innovativen Lösungen bietet der 1985 in Bochum gegründete Cyber-Defense-Spezialist Unternehmen und Privatanwendern auf der ganzen Welt umfassenden Schutz vor Cyberbedrohungen. Das engagierte Team der mehr als 550 Angestellten arbeitet kontinuierlich daran, die Sicherheitslösungen zu verbessern und den ständig wachsenden Herausforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden.

Das Cyber-Defense-Portfolio von G DATA reicht von modernsten Sicherheitslösungen, Managed Extended Detection and Response (MXDR) über Security Awareness Trainings bis hin zu Security-Dienstleistungen wie Penetrationstests, Incident Response und forensischen Analysen. Die mehrfach ausgezeichneten Technologien des Unternehmens basieren auf jahrzehntelanger Erfahrung und kontinuierlicher Forschung und Entwicklung in Deutschland.

Im Herbst 2024 hat G DATA die angesehene ISO-27001-Zertifizierung für die höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards im Umgang mit Systemen und Kundendaten erhalten.

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip:

Sofort downloaden

Bilder (2)

Cybersicherheit-in-NRW-2026_Titel
1 308 x 921 © G DATA CyberDefense AG
G_DATA_Andreas_Luening_1
5 510 x 3 674 © G DATA CyberDefense AG


Kontakt

(3) Stefan Karpenstein
Stefan Karpenstein
Public Relations Manager

+49 234 9762 - 517
stefan.karpenstein@gdata.de