Repräsentative Studie von G DATA CyberDefense zeigt die Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft bei der Umsetzung von Regelungen
Regulatorische Vorschriften im Bereich IT-Sicherheit, wie NIS-2, stellen neun von zehn Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen bei der Umsetzung. Das zeigt „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense, Statista und brand eins. Die meisten Firmen kämpfen mit hohen Kosten (32 Prozent), gefolgt von umfangreichen Dokumentationspflichten (31 Prozent) und technischer Komplexität (27 Prozent). Deutlich wird: IT-Sicherheit und Compliance müssen in Unternehmen enger miteinander verzahnt sein.
Unternehmen müssen ihre IT-Sicherheit kontinuierlich überprüfen, anpassen und dokumentieren, um regulatorische Vorschriften oder branchenspezifische Vorgaben einzuhalten. Dabei geht es längst nicht mehr allein um technische Schutzmaßnahmen. Auch organisatorische Prozesse, personelle Kapazitäten und finanzielle Ressourcen spielen eine entscheidende Rolle. Das verdeutlicht die repräsentative Studie „Cybersicherheit in Zahlen“. Fast ein Drittel der Befragten aus deutschen Firmen beklagt hohe finanzielle Belastungen, dicht gefolgt von aufwendigen Dokumentationspflichten, die Ressourcen binden (31 Prozent). Aber auch technische Komplexität (27 Prozent) und kurze Fristen (25 Prozent) erschweren die Umsetzung der Richtlinien.
„IT-Sicherheit braucht klare Regeln, keine unnötige Bürokratie. Hohe Kosten, viel Dokumentation und komplizierte Vorgaben binden wertvolle Ressourcen in den Unternehmen. Dabei sollte der Schutz vor echten Risiken im Mittelpunkt stehen. Die Politik muss hier klare gesetzliche Leitplanken setzen und für verständliche, praxistaugliche und konsequent am tatsächlichen Risiko orientierte Anforderungen sorgen. So bleibt mehr Zeit und Geld für das, worauf es wirklich ankommt: die Sicherheit unserer Wirtschaft“, sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G DATA CyberDefense.
IT-Sicherheit und Compliance gemeinsam denkenDie Umsetzung regulatorischer Vorgaben erfolgt in Unternehmen vor allem auf der organisatorischen Ebene. Nötig ist neben ausreichenden Ressourcen und Prozessen nicht nur ein grundlegendes Verständnis für die Vorgaben. Wichtig sind auch definierte Verantwortlichkeiten. Externe IT-Sicherheitsexperten und Managed Security Services können dabei helfen, interne Teams zu entlasten und den operativen Sicherheitsbetrieb zu unterstützen. Die Verantwortung für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bleibt jedoch beim jeweiligen Unternehmen.
Die Ergebnisse aus „Cybersicherheit in Zahlen“ zeigen, dass Unternehmen IT-Sicherheit und Compliance stärker miteinander verzahnen müssen. Entscheidend ist, regulatorische Anforderungen nicht als isolierte Pflichtaufgabe zu betrachten, sondern sie in eine langfristige und wirtschaftlich tragfähige Sicherheitsstrategie zu integrieren.
Cybersicherheit in Zahlen zum Download„Cybersicherheit in Zahlen“ erschien zum sechsten Mal und zeichnet sich durch eine große Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie wurden mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und präsentieren dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin „Cybersicherheit in Zahlen“. Darüber hinaus bietet das Nachschlagewerk Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu allen Aspekten der IT-Sicherheit.
Interessierte können hier „Cybersicherheit in Zahlen“ herunterladen.